Katzen- und Hundeallergie – warum Symptome entstehen und wie die Raumluft hilft
Für viele sind Haustiere Familienmitglieder, doch bei manchen lösen sie Allergiesymptome aus. Zwischen Katzen- und Hundeallergie gibt es kleine Unterschiede, die man kennen sollte. In diesem Artikel sehen wir uns an, warum Symptome entstehen und wie Sie mit der richtigen Raumluft das Leben mit einem Haustier erleichtern können.
Die Allergene sind nicht im Fell
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass eine Haustierallergie vom Fell kommt. Laut dem finnischen Allergie-, Haut- und Asthmaverband befinden sich die Allergene in den Hautschuppen und Ausscheidungen des Tieres – nicht im Fellhaar selbst. Das Fell dient vor allem als Träger, an dem Allergene haften und mit dem sie sich im ganzen Zuhause verteilen.
Das erklärt auch, warum allein die Länge oder Menge des Fells nicht darüber entscheidet, wie allergieauslösend ein Tier ist.
Die Unterschiede zwischen Katzen- und Hundeallergie
Sowohl Katzen als auch Hunde können eine Allergie auslösen, aber einige Unterschiede sind gut zu wissen:
- Das Hauptallergen der Katze ist das Protein Fel d 1, das vor allem in Speichel und Hautschuppen vorkommt. Alle Katzen produzieren es – unabhängig von Rasse, Geschlecht, Alter oder Kastration. Deshalb gibt es eigentlich keine völlig „allergiefreien" Katzenrassen.
- Hunde haben mehrere Allergene, und der Allergengehalt kann individuell variieren. Auch bei Hunden ist keine Rasse garantiert allergiefrei.
- Laut dem finnischen Allergie-, Haut- und Asthmaverband löst die Katze oft leichter Symptome aus als der Hund, und in westlichen Ländern ist die Katzenallergie mindestens ebenso häufig wie – oder etwas häufiger als – die Hundeallergie.
- Eine Kreuzallergie ist möglich: Wer gegen Katzen allergisch ist, kann auch auf Hunde reagieren.
Wichtig ist: Die Symptome sind individuell. Dasselbe Haustier kann bei einer Person starke Symptome auslösen und bei einer anderen gar keine.
Wie helfen Raumluft und Filterung?
Haustierallergene sind sehr klein und leicht, daher schweben sie in der Luft und setzen sich auf Oberflächen und Textilien ab. Darauf lässt sich auf mehrere Arten Einfluss nehmen:
- Wirksame Lüftung und Filterung der Zuluft verringern die Menge der in der Luft schwebenden Partikel. Eine feine Filterklasse (z. B. ein Filter der Klasse ePM1) fängt auch kleine Partikel.
- Regelmäßiges Putzen und Staubsaugen verringert die Ansammlung von Hautschuppen und Allergenen – ein Zentralstaubsauger befördert den Staub aus den Wohnräumen heraus.
- Aktivkohlefilterung hilft gegen Gerüche von Haustieren (ein Partikelfilter entfernt keine Gerüche).
- Ein haustierfreies Schlafzimmer und das regelmäßige Waschen von Textilien verringern die Belastung.
Eine gute Faustregel: Filterung und Putzen heilen die Allergie nicht, aber sie können die Belastung verringern und die Symptome lindern.
Zusammenfassung
Sowohl Katzen als auch Hunde können eine Allergie auslösen, und die Allergene befinden sich in Hautschuppen und Ausscheidungen – nicht im Fell. Das Katzenallergen Fel d 1 ist eine häufige Symptomursache, doch die individuelle Variation ist groß. Gute Lüftung, wirksame Filterung und regelmäßiges Putzen sind für eine Haustierfamilie die besten Mittel, um die Raumluft angenehm zu halten.
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Quellen: der finnische Allergie-, Haut- und Asthmaverband (allergia.fi, Haustierallergien). Die Angaben sind allgemein gehalten; dieser Text ersetzt nicht die Beurteilung durch eine Ärztin/einen Arzt oder eine Allergiefachkraft. Die Symptome sind individuell.



